Teufelskraut und Viehdieb

Das Klappern von Blechtellern auf dem Hof des Old Mormon Forts weckte Hobble-Frank. Cassidy war wohl bereits dabei, das Frühstück zu machen. Er stieg aus seinem Feldbett, zog seinen blauen Frack und seine Mokassins an und ging auf die andere Seite des kleinen Zimmers, dorthin, wo Tante Droll immer noch leise schnarchte.

»Sebastian, du Schlafkranker, Zeit zum Aufstehen!«

Sebastian Melchior Pampel, alias Tante Droll, knurrte etwas Unverständliches, ehe er die Augen öffnete und sich schwerfällig erhob. Frank war bereits hinaus in den Hof gegangen.

Tante Droll rieb sich über sein Kinn; er hatte sich lange genug nicht rasiert, sodass selbst bei ihm jetzt einige Stoppeln zu spüren waren. Das machte ihn fast stolz.

Marcus Rauchfuss – Teufelskraut und Viehdieb

Eine Kurzgeschichte aus der Anthologie „Reiten Wir! – Phantastikautoren für Karl May“

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